Dienstag, 24. Oktober 2017
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Die Besteigung des Watzmannes über die Wiederroute

Der sagenumwobene Gipfel des formschönen Watzmann hoch über Berchtesgaden und Königssee wird an schönen Sommertagen von zahlreichen Bergsteigern besucht.

Wie der Großglockner zu Heiligenblut und das Matterhorn zu Zermatt, so gehört das unverkennbare Profil des Watzmannstockes zu Berchtesgaden:

eine wuchtige felsgraue Kalkpyramide, deren linke Flanke sich - ein köstlich abgelegenes Hochkar bildend - in die verwegenen Nadeln von Kleinem Watzmann und Watzmann-Kindern auflöst. Aus jenem entlegenen Hochkar mit seinen kleinen leuchtenden Firnfeld steigt die Ostwand der Mittelspitze in glatten Mauern empor, an denen dem Bergsteiger sogleich das riesige Plattenband auffällt, das oft breiter als eine Autobahn und dachziegelartig nach außen hängend, von Norden nach Süden ansteigend fast die ganze Wand durchzieht.

Unsere Genußführe benützt großenteils dieses Band. Man erreicht es aus dem Kar durch eine etwa 70 Meter hohe verdeckte Rinne, die den gelbroten Wandteil unterhalb des rechten Bandauslaufes durchbricht, und mittels einer Querung nach rechts (II).

Das "Wiederband" selbst ist eine großartige Promenade mitten in der Wand, man geht auf Reibung an eisenhartem Fels, und man genießt den einzigartigen Ausblick auf die markanten Watzmannkinder dicht unter sich und weiter ins Steinerne Meer, zum Hochkönig und zu den Hohen Tauern. Ein Schärtchen bezeichnet das Ende des großen Bandes. Eine Steilrinne nach rechts mit einem leichten Überhang führt oben an eine schwarzgelbe Wand, vor der man sich auf gut gestuften Bändern nach links wendet.

Man klettert an schmäleren Bändern so weit nach links, bis man die Sicherungen am Grat zwischen Südspitze und Mittelspitze sieht, dann erst wendet man sich über bauchige Absätze und gutgestuften Rippen rechts zum Gipfel hinauf.

Einstieg verdeckte Rinne-Wiederroute

Bei Nebel ist in dem Teil oberhalb des Wiederbandes Vorsicht geboten, denn man wendet sich gerne zu früh nach rechts zum Gipfel hinauf und kann sich dann leicht und unangenehm versteigen. Der Übergang zum Hocheck ist mit Drahtseilen versichert, nicht aber der Grat zur Südspitze und der Abstieg ins Wimbachtal.

Auf dem Wiederband
Im Kamin
Der grandiose Watzmann und das Steinerne Meer vom Untersberg aus gesehen.
Der Watzmann vom Kahlersberg aus gesehen.Schaut einmal auf den unteren Rand des Bildes: Steinböcke, ein seltener Anblick

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