Dienstag, 24. Oktober 2017
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Meine Kindheit

Jetzt habt ihr meine Kindheit ausgesucht, bitte wartet 3-5 Minuten, dann könnt ihr die Seite ungestört genießen. Denn, es dauert so lange bis die Videos,Bilder und Alben geladen sind. Aber ihr werdet es nicht bereuen!

Meine Kindheit war geprägt durch schwierige soziale Verhältnisse außerhalb, aber auch vor allem innerhalb unserer Familie!
Meine Eltern, Mutter Helga Klapp (geb. Hützen) und Vater Günter Klapp (damals noch Schauspieler) heirateten sehr früh, aber, bevor ich auf die Welt kam, trennten Sie sich wieder.

So das meine Mutter ohne Hilfe und weitere Unterstützung auf sich alleine gestellt war.
Mit dieser Situation wurde Sie anscheinend nicht fertig, und ließ mich überwiegend ohne Ernährung und im Dreck liegend in der Wohnung zurück.
Abgemagert und schreiend holte mich nach einem halben Jahr das Jugendamt aus diesen erbärmlichen Verhältnissen und brachte mich in ein Krankenhaus.

Jetzt wurde ich bis zu meinem ersten Lebensjahr wieder aufgepäppelt und gepflegt, bis ich dann in das Berliner Kinderheim Elisabethstift kam.

Dort verbrachte ich meine Kindheit bis zum sechsten Lebensjahr und wurde dann nach Nordhessen (Schwalmstadt) in das Heim Hephata gebracht, wo ich unter behinderten Heimkindern aufwuchs. Es war es für mich sehr schwer, sich mit dieser Situation auseinander zu setzen. Außerdem war man der Willkür einzelner Erzieher ausgesetzt, bei denen die Hand und der Rohrstock sehr locker saßen.
In Hephata besuchte ich die Heimsonderschule, um im Anschluss eine Bäckerlehre zu beginnen, die ich auch erfolgreich im Jahr 1975 abgeschlossen habe.

Lutz im Bild rechts oben
Lutz im Bild hinten links
Lutz mit Tante Vera
Lehrerin Walker und Lutz

Ich muss allerdings auch erwähnen, das ich trotz dieser schwierigen Zeit - ich war ein sehr einsames Kind, auch sehr schöne Tage erlebt habe.
Das kollektive Gruppenerlebnis! Wir Kinder spielten so oft es ging Fußball, fuhren des öfteren in ein Zeltlager, wo wir uns richtig austoben konnten. Und bei den Pfadfindern durfte ich auch mitmachen, jeden Tag eine gute Tat, das sollte mich für später prägen.

Lutz mit 17 Jahren
Lutz mit 19 Jahren, kurz vor der Bundeswehrzeit

 

Hier könnt ihr  einen Film sehen über die Zustände in Heimen der fünfziger und sechziger Jahre. Leider eine traurige Gewissheit. Auch ich litt teilweise darunter.


Und sehr wichtig, dabei half uns immer unsere Lederhose, im Sommer die kurze Lederne und im Winter die Kniebundlederhose. Das herrliche Beinkleid hielt einfach allem stand.
Abends stellten wir die Lederhose vor’s Bett und morgens hüpften wir wieder hinein.
Diese Leidenschaft und Liebe für die Lederhose hält bis heute noch an.

So erlebte ich meine Kindheit, die sehr durchwachsen war, mit Höhen und Tiefen.

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